Handeln für die Schöpfung
Blick in einen Baum

Foto: Willi Rolfes

Bäume

Weise Riesen

Bäume strukturieren Grünflächen und gestalten die Wälder. Vor allem heimische Baumarten bieten aber auch vielen unterschiedlichen Tieren Lebensraum und Nahrungsgrundlage und tragen so zur Biologischen Vielfalt bei.

  … wie treu sind deine Blätter

Egal ob Tannenbaum oder Laubbaum, Bäume beeindrucken die Menschen seit jeher. In der christlichen Kultur stehen sie, ebenso wie in vielen anderen Kulturen, für Treue, Lebenskraft, Standfestigkeit, Weisheit und Unsterblichkeit.

Krippe mit Tannenzweigen und Weihnachtssternen

In der Weihnachtszeit sind Tannen mit ihrer Symbolik für Treue und Beständigkeit allgegenwärtig, hier in der Weihnachtskrippe in der Essener Domkirche.

Foto: Bistum Essen/ Achim Pohl

Struktur, Schatten und leckere Früchte

Im Alltag ist uns oft nicht bewusst wie sehr große stattliche Bäume Plätze, Wege und Friedhöfe prägen. Zusammen mit Hecken und Sträuchern sorgen sie für Struktur und Atmosphäre, aber auch für Schatten und Geborgenheit. Und Obstbäume und Obstgehölze verwöhnen uns zusätzlich mit leckeren und gesunden Früchten.

 

Blick von unten in das Blattwerk eines großen Laubbaums

Große stattliche Bäume strukturieren Landschaft und Plätze, sind aber auch Lebensraum für viele bedrohte Tiere.

Foto: Willi Rolfes

Großer Kastanienbaum im Blütenstand

Alte Kastanien erfreuen im Frühjahr mit ihrer Blütenpracht und im Herbst mit ihren Früchten. Sie eignen sich vor allem als alleinstehende Solitärbäume.

Foto: Willi Rolfes

Unterschlupf für Igel

Laubbäume und Laubgehölze machen mit ihrem Wechsel von Blattaustrieb, Blüte, Fruchtschmuck, Herbstfärbung und Laubfall die Jahreszeiten direkt erlebbar und nähren Tiere.

Dennoch werden gerade wegen des Laubfalls oft lieber „saubere“ Nadelgehölze gepflanzt, die kein Laub fallen lassen, das oft als störend empfunden wird. Dabei ist jedoch nur auf Gehwegen, Plätzen und Rasenflächen die Säuberung von Laub wirklich notwendig. Unter Gehölzen bildet die Laubschicht einen natürlichen Bodenschutz, sie fördert das Bodenleben und bietet für viele Tierarten, wie zum Beispiel Igeln, einen Unterschlupf.

Igel spaziert auf trockenem Laub

Igeln liefert der Laubfall Lebensraum.

Foto: Willi Rolfes

Totholz für Tiere

Auch abgestorbene Bäume und tote Äste sollten außerhalb von Wegen liegen bleiben. Sie bieten vielen Tierarten wichtigen Lebensraum.

Holzhaufen am Rand einer blühenden Obstwiese

Ein scheinbar nutzloser Holzhaufen, ein so genannter Totholzhaufen, ist ein wertvolles Refugium für viele Tiere.

Foto: Gertrud Hein

Baumscheiben bepflanzen und vor Salz schützen

Zum Schutz der Bäume sollten die Baumscheiben ca. 3 x 3 m groß sein und nicht durch Befahren verdichtet werden. Am besten, man bepflanzt sie mit robusten Wildstauden, wie Frauenmantel, Efeu, Goldnessel, Immergrün oder Waldsteinie.

Auch Streusalz kann zu großen Baumschäden führen. Deshalb empfiehlt es sich, stattdessen abstumpfende Mittel wie Sand und Split zu verwenden.

Welchen Baum wo pflanzen?

Als Großbäume für Straßen, Plätze und Gartenhöfe, die eine Höhe von 15 bis 30 m erreichen, eignen sich Spitz- und Bergahorn, Sandbirke, Stieleiche und Sommer- und Winterlinde.

Für kleinere Grünflächen, Gärten und Wege eignen sich kleinkronige Bäume, die bis 15 m hoch werden, z.B. Feldahorn, Hainbuche, Holzapfel, Wildbirne, Zitterpappel, Eberesche, Vogelkirsche, Weißdorn und Eibe.

Abstand halten

Nach dem Nachbarschaftsrecht NRW sind bei Großbäumen 4 m, bei mittelstark wachsenden Bäumen (den meisten Obstbäumen) 2 m und bei Hecken und Ziersträuchern 1 m Grenzabstand einzuhalten.

So kann'S gehen