Handeln für die Schöpfung
Bunte Blumenwiese. Foto: G. Hein

Foto: Gertrud Hein

SO KANN´S GEHEN

Im Kloster Saarn, heute vor allem eine kulturelle Begegnungsstätte in Mülheim an der Ruhr, lebt auf 112 qm im Innenhof des Klosters die mittelalterliche Kräutervielfalt wieder auf. Dort werden - für die Öffentlichkeit zugänglich - über 100 heimische Kräuterarten, die im Mittelalter bei uns bekannt waren, kultiviert und erhalten, zum Beispiel Andorn, Odermennig und Heilziest. Wildkräuter- und Heilpflanzenpädagogin Stefanie Horn, die mit dem Verein der Freunde und Förderer des Klosters zusammen den Kräutergarten bewirtschaftet, orientiert sich bei der Auswahl der Kräuterarten vor allem an dem Lorscher Arzneibuch, einem etwa 1000 Jahre alten Klostermedizinbuch. Seminare und Führungen vor Ort und Kräutervideos im Internet laden zum näheren Kennenlernen der alten Schätze ein. Auch andere Klostergärten in Nordrhein-Westfalen, wie beispielsweise der Kapuziner Klostergarten Münster und die Gärten des Klosters Kamp in Kamp-Lintfort laden mit bunten Angeboten zum Besuchen, Verweilen und Staunen ein.

Kräutergarten, Kloster Saarn in Mülheim Foto: Stefanie Horn