Handeln für die Schöpfung
Insekt auf Margeritenblüte Foto: H. Mühlenmeier
Foto: Heinrich Mühlenmeier

ZUM WEITERLESEN UND NACHSCHLAGEN

Was nahezu unlösbar erscheint, hat sich die Weltgemeinschaft 2015 vorgenommen: Um die planetaren Grenzen einzuhalten und gleichzeitig die sozialen Grundlagen aller abzusichern, hat 2015 die Vollversammlung der Vereinten Nationen 17 konkrete Nachhaltigkeitsziele, die so genannten SDGs, verabschiedet. Die Ziele sollen bis 2030 weltweit erreicht werden. Auch die Bundesregierung hat sich diesen verpflichtet und darauf aufbauend eine deutsche Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. In der Broschüre beleuchtet die Kammer der Evangelischen Kirche Deutschlands für nachhaltige Entwicklung diese Nachhaltigkeitsstrategie in den folgenden Themenfeldern: SDG 12 „Nachhaltig konsumieren und produzieren“, SDG 10 „Ungleichheiten überwinden“, SDG 13 „Das Klima schützen, Kohleausstieg und nachhaltige Mobilität fördern“ und SDG 2 „Den Hunger beenden, nachhaltige Landwirtschaft fördern“. Die Expertinnen und Experten der EKD gehen der Frage nach, inwieweit mit der Nachhaltigkeitsstrategie die vereinbarten Ziele tatsächlich erreichbar sind und was von Seiten der Kirchen, aber auch von der Politik und von der Zivilgesellschaft zu tun ist. Im Bereich des SDG 2 beinhaltet die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie beispielsweise das Ziel, den Anteil ökologisch bewirtschafteter landwirtschaftlicher Flächen von derzeit 7,5 auf 20 Prozent zu steigern und bis 2030 den Stickstoffeintrag auf 70 kg je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche zu begrenzen. Eine konkrete Zielvorgabe als Indikator zur Zielerreichung im Kampf gegen den Hunger fehle bislang, ebenso eine zeitliche Vorgabe zur Erreichung der 20 Prozent, schreibt die EKD. In Bezug auf SDG 2 legt die EKD den Landeskirchen und Kirchengemeinden nahe, in den Kitas auf gesunde und ethisch vertretbare Ernährung und bei der Verpachtung von Kirchenland auf eine nachhaltige Bewirtschaftung zu achten. Sie beschreibt in der Broschüre Beispiele, bei denen bei der Verpachtung von Kirchenland nachhaltiges Wirtschaften berücksichtigt wird. Um die Bedeutung kirchlicher Verpachtungspraxis zu betonen, weist die EKD in der Veröffentlichung darauf hin, dass die beiden großen Volkskirchen mit ihren Gemeinden zu den größten Grundbesitzern in Deutschland gehören und die evangelischen Gemeinden in Deutschland ca. 260.000 Hektar Land an Landwirte verpachten. Die Kirchen verstehen sich bei der anvisierten Transformation unserer Welt als Mahner, Mittler und Motor, heißt es in der Broschüre.    

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Gedruckt für 2,40 € je Stück erhältlich E-Mail: versand@ekd.de

„Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben“ – Die Agenda 2030 als Herausforderung für die Kirchen. Ein Impulspapier der Kammer der EKD für nachhaltige Entwicklung, Evangelische Kirche in Deutschland, EKD, EKD-Texte 130, 75 Seiten, Hannover 2018.