Handeln für die Schöpfung
Tonkugeln im Gras
Foto: Thomas Mohn

Seedbombs bauen

Samenbomben

Seedbombs kann man leicht selber bauen. Das sensibilisiert für den Eigenwert von samenfestem Saatgut und fördert direkt die Biologische Vielfalt vor Ort.

Kulturpflanzen bleiben uns in ihren Arten und Sorten nur erhalten, wenn sie immer wieder neu gezogen werden. Das geht nur mit so genanntem samenfesten Sorten und nicht mit Hybridsaatgut.  

Seedbombs

Wenn reichlich Saatgut zur Verfügung steht, beispielsweise aus der Saatgutsammlung in der Gemeinde, kann eine Konfirmanden- oder Messdienergruppe so genannte Samenbomben basteln. Walnussgroße Lehmkugeln, prall gefüllt mit leicht keimenden Samen, sind einfach herzustellen und leicht unter zu bringen, natürlich im besiedelten Raum und nicht in Naturschutzgebieten. Kinder verteilen ihre „Bomben“ mit großer Begeisterung im Gelände. Selbstverständlich kann man für die Samenkugeln auch Samen kaufen. Wichtig ist auch hier, nur Saatgut von heimischen Pflanzen und Sorten zu nehmen und nicht von exotischen Arten.  

Tonkugeln im Gras

Samenbomben.

Foto: Thomas Mohn

Zutaten für Samenbomben

Für die Herstellung von Samenbomben braucht man Tonerde, die auch als Mineralerde bezeichnet wird. Tonerde gibt es in der Apotheke, oder in etwas größerer Menge im Netz für etwa 10 Euro pro Kilo. Eine wesentlich preiswertere Alternative zu Tonerde aus der Apotheke ist Betonit als Bodenverbesserer für Sandböden (feines Pulver oder Granulat aus dem Gartenmarkt) oder Katzenstreu aus Betonit, möglichst ohne Duftstoffe, die mit einem Mörser etwas zerkleinert wird. In der gleichen Menge braucht man einfache Garten- oder Komposterde, bei gekaufter Gartenerde ein torffreies Produkt. Gekaufte Gartenerde enthält in der Regel alle Nährstoffe, Kompost- oder Gartenerde aus dem Garten kann man nach Belieben mit Kaffeesatz oder zerkleinerten Eierschalen mit Nährstoffen anreichern.

Komposthaufen mit Laub und anderen Pflanzenresten unter Bäumen

Ein Komposthaufen liegt am besten im Halbschatten.

Foto: Karola Wiedemann

Samenbomben herstellen

Für etwa 6 Samenbomben 4 bis 5 Esslöffel Erde mit 1-2 Teelöffeln leicht keimenden Samen, zum Beispiel von Ringelblumen, Kornblumen, Kapuzinerkresse, Kamille, Sonnenblumen oder Klatschmohn, oder auch von Kürbis, vermischen. 4 bis 5 Esslöffel Tonerde oder gemörserte Katzenstreu (alternativ Betonit aus dem Gartenmarkt) zugeben. Nach und nach so viel Wasser unterkneten bis die Masse zwar geschmeidig, aber noch fest ist. Aus der Masse etwa walnussgroße Kugeln formen und einige Tage trocknen lassen. Dafür eignen sich beispielsweise Eierkartons sehr gut.  

Für Samenkugeln eignen sich am besten leicht keimende Samen, beispielsweise von ...

 

Samenbomben verteilen

Die fertigen Kugeln verteilt man mehr oder weniger heimlich, da wo es erlaubt ist, auf dem Gelände oder zuhause. Welche Überraschung, wenn dann plötzlich neben der Hecke Kapuzinerkresse, Kornblumen, Ringelblumen, Sonnenblumen oder gar eine Kürbispflanze sprießen.

Ein originelles Mitbringsel

Kühl und trocken gelagert sind die Samenbomben bis zu zwei Jahre haltbar. Hübsch verpackt sind sie auch immer ein originelles Mitbringsel.

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