Handeln für die Schöpfung
Insekt auf Margeritenblüte Foto: H. Mühlenmeier
Foto: Heinrich Mühlenmeier

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Die gemeinsame europäische Agrarpolitik und deren Förderpolitik werden ab 2021 neu ausgerichtet. Das Zentralkomitee der Katholiken, ZdK, hat dazu im März 2019 konkrete Forderungen für eine sozial und ökologisch zukunftsfähige europäische Agrarpolitik beschlossen und in der vorliegenden Broschüre als Diskussionsimpuls veröffentlicht. Notwendig sei eine Gemeinwohlorientierung der Fördermaßnahmen mit konkreter Bindung an Umwelt- und Klimaschutz, sowie an Tierwohl und Beschäftigung. So könne beispielsweise der Klimawandel erheblich eingedämmt werden, wenn man die Tierbestände reduziert und zahlenmäßig an die vorhandene Futterfläche bindet, heißt es darin. Eine ökologischere Bewirtschaftung der Böden sei dringend erforderlich. Für den Schutz der Biodiversität und zur Verbesserung der Ökosysteme werde auch im Interesse der Landwirtschaft selbst dringend eine neue Fördersystematik, weg vom Fokus der Flächenförderung, gebraucht. Auch menschenwürdige Arbeit und soziale Absicherung für Landwirtinnen und Landwirte sowie für saisonale und zugewanderte Arbeitskräfte seien zu gewährleisten. Mit Blick auf die weltweite eigenständige Ernährungssicherung erklärt das ZdK, dass beispielsweise Agrarsubventionen auf Produkte beschränkt werden könnten, die innerhalb der EU konsumiert werden, um in Entwicklungsländern die heimischen Märkte zu schützen und dort eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Das ZdK appelliert in der Veröffentlichung an die Bundesregierung und die Europaabgeordneten, sich bei der Neuausrichtung der Agrarpolitik für eine gemeinwohlfördernde Ausgestaltung einzusetzen, die eine ökologisch und sozial gerechte sowie verantwortungsbewusste Landwirtschaft zum Ziel hat. Damit könne auch vermieden werden, dass mit Entwicklungshilfe Folgen verfehlter Agrarpolitik repariert werden müssen.    

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Für eine nachhaltige und gerechte Landwirtschaft – Ein Diskussionsimpuls des ZdK anlässlich der Reform der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik, Zentralkomitee der deutschen Katholiken, ZdK, 10 Seiten, Bonn 2019.